Fahrsicherheitstraining für Feuerwehren

Am Sonntag, den 24.11.2019 folgte bereits eine weitere Veranstaltung, bei der auch wieder Kameraden der Feuerwehr Oberwesel teilnahmen.

Im Zuge der Beschaffung des neuen Oberweseler TLF3000 erhielt die Verbandsgemeinde St.Goar-Oberwesel als Kostenträger für dieses Fahrzeug zusätzlich ein Einsatzfahrten-Fahrsicherheitstraining für Feuerwehren, so dass 12 Kameraden aus Niederburg (TSF-W), Laudert (TSF-W), Biebernheim (LF8/6) und Oberwesel (DLK, TLF, MZF2) mit insgesamt sechs Fahrzeugen zu dem Training eingeladen wurden.

Start des Fahrsicherheitstrainings war bereits um 8 Uhr auf der ADAC-Übungsanlage in Koblenz. Nachdem die Feuerwehrkräfte mit ihren Fahrzeugen eingetroffen waren wurden sie von einem Instruktor des ADACs begrüßt und anschließend theoretisch etwa 1 Stunde ins Thema eingeführt. Hier wurden spezifische Dinge die Fahrphysik betreffend erläutert und einen ersten Vorgeschmack auf den Praxisteil vermittelt.

Im weiteren Verlauf ging es dann in Zweierteams nach draußen in die Fahrzeuge. Hier trainierte jede Einheit mit Ihrem eigenen Fahrzeug die entsprechend gestellten Aufgaben, wie z.B. Vollbremsung auf nassem Fahrbahnbelag, bremsen und ausweichen auf einer simulierten Eisfläche (Gleitfläche) und bremsen auf unterschiedlich griffig/glatten Untergründen. Anschließend folgten Übungen bei der die Fahrzeuge im Bremsvorgang in der Spur gehalten werden mussten, sowie Slalomfahrten, die der Besatzung ein Gefühl für den entstehenden Lastwechsel und die Kippbewegung des Fahrzeuges zurück spiegelten. Bei nächster Übung wurde das richtige Bremsen und Ausweichen vor einem plötzlich auftauchenden Hindernis, welches durch eine Reihe von Wasserfontänen dargestellt wurde, dem Fahrer abverlangt.

Vom Instruktor wurde vorab jede Übung erläutert und die zu fahrende Geschwindigkeit besprochen bevor es dann jeweils losging.

Nach einigem zaghaften herantasten und kennenlernen der Übungen wurde im weiterem Übungsverlauf die Manöver etwas herausfordernder gefahren.

Ziel war es das Fahrzeug sicher zu beherrschen und die Grenzen besser einschätzen zu lernen, aber niemals darüber hinaus zu kommen. Auch wurde schnell sichtbar, wie sich der Bremsweg in Abhängigkeit der Fahrbahnbeläge verhält bzw. verlängert. Das Training zielte darauf ab, die Einsatzkräfte gerade bei stressigen Einsatzfahrten unter Blaulicht und Martinshorn zu sensibilisieren und ein sicheres Ankommen am Einsatzort zu gewährleisten.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass dies ein interessanter und unterhaltsamer Tag war und man hierbei wieder etwas für den Alltag, sowohl für die Feuerwehr aber auch für private Fahrten lernen konnte.