Flugzeugunfall

Datum: 16. August 2020 
Alarmzeit: 20:00 Uhr 
Alarmierungsart: Funkmelder 
Dauer: 6 Stunden 
Art: Sonderseinsatz > Sondereinsatz 3 
Einsatzort: St. Goar 
Einsatzleiter: Wehrleiter VG HuMi 
Mannschaftsstärke: 80 
Fahrzeuge: DLA(K) 18/12, ELW 1, HLF 10, MTF, MZF 2, TLF 3000 
Einheiten: FEZ Oberwesel, Löschzug Oberwesel 
Weitere Kräfte: Autobahnpolizei Emmelshausen, Bundespolizei, Christoph 23, Christoph 77, DB-Notfallmanagement, Deutsches Rotes Kreuz, Fachbereichsleitung Feuerwehr VG HuMi, Freiw. Feuerwehr Langscheid, Freiw. Feuerwehr Niederburg, Freiw. Feuerwehr St. Goar, Freiw. Feuerwehr St. Goarshausen, Höhenrettungsgruppe Boppard, Kreisfeuerwehrinspekteur, Kriseninterventionsteam, Leitender Notarzt, Org.-Leiter RettD Mainz-Bingen, Polizei Boppard, THW Simmern, Wasserschutzpolizei, Wehrleitung VG HuMi 


Einsatzbericht:

Bericht zum Unfall (SWR)

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Bericht zur Rettungsaktion

Um 20 Uhr wurde die FEZ Oberwesel gemeinsam mit dem Löschzug St. Goar durch die ILS Bad Kreuznach alarmiert. Das Einsatzstichwort lautete „Heißluftballon abgestürzt, mit Menschen an Bord.“ Die Feuerwehr Biebernheim meldete bereits auf der Anfahrt zur Absturzstelle das Auffinden mehrerer teils schwerst verletzter Personen, welche sofort durch den alarmierten Rettungsdienst sowie der ebenfalls im Einsatz befindlichen Rettungshubschrauber medizinisch versorgt wurden. Der zeitgleich eintreffende Wehrleiter der Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein forderte nach Lagefeststellung über die FEZ Oberwesel die Feuerwehr Niederburg, den Löschzug Oberwesel sowie weitere Rettungswagen nach. Bereits auf der Anfahrt des Löschzuges konnte der blaue Ballon im Rheinhang, auf Höhe der Ortseinfahrt St. Goar, lokalisiert werden. Nun wurde zunächst eine Vollsperrung der Bundesstraße 9 sowie der linksrheinischen Eisenbahn-Strecke vorgenommen. Zeitgleich wurden die Fahrzeuge zur Ausleuchtung des Hangs in Stellung gebracht, die Drehleiter aufgestellt und zwei Trupps in den Hang in Richtung des Ballons geschickt. Außerdem unterstütze das THW Simmern sowie wasserseitig die Wasserschutzpolizei und das HLB Loreley die großflächige Ausleuchtung der Einsatzstelle. Zwischenzeitlich gelang es Kräften der Einheit Biebernheim die Absturzstelle zu erreichen und den noch eingeschalteten Brenner des Ballons zu deaktivieren. Glücklicherweise wurde durch die Flamme kein Brand ausgelöst. Des Weiteren stand fest, dass alle sieben Passagiere, wovon sich fünf auf der Rheinhöhe und zwei im Korb des Luftvehikels befanden, gefunden waren. Durch das unwegsame Gelände und die Unwetterlage musste der Zugang vom Fuß des Bergs abgebrochen werden. Auch der Einsatz weiterer Helikopter musste aufgrund des Gewitters abgebrochen werden. Dadurch wurde die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Boppard eingesetzt, um die Personen aus der Zwangslage zu retten. Hierzu musste zunächst durch eine Vielzahl an Bäumen und Sträuchern eine Schneise geschlagen und mehrere Mauern und Felsen überwunden werden. Als die Personen auf eine Ebene am Tunnelportal gebracht waren, wurden die Schleifkorbtragen an der Drehleiter fixiert und so der restliche Weg mittels Drehleiter überwunden. Etwa vier Stunden nach Alarmierung waren beide Unfallopfer schonend zu Tal gebracht und dem Rettungsdienst übergeben. Leider wurde gegen Ende des Einsatzes durch den Leitenden Notarzt die Nachricht übermittelt, dass eines der Opfer im Krankenhaus den Verletzungen des Unfalls erlag.
Unser Mitgefühl gilt allen Beteiligten sowie deren Angehörigen.

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