Freiwillige Feuerwehr Oberwesel

Retten - Löschen - Bergen - Schützen

Letzte Einsätze

20.08.2018  um 10:27 Uhr  in St. Goar  Unterstüzung Rettungsdienst  mehr ...
16.08.2018  um 16:10 Uhr  in Niederburg  Flächenbrand  mehr ...
15.08.2018  um 09:19 Uhr  in Oberwesel  Brandmeldeanlage  mehr ...

Übung Technische Unfallhilfe

 

"Technische Unfallhilfe" lautete das Thema an zwei Übungsabenden im Juli für die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Oberwesel. Glücklicherweise sind Einsätze zu Verkehrsunfällen für unsere Wehr eine Seltenheit, doch gerade wenn doch etwas passiert, müssen alle Handgriffe sitzen.

 

Daher hatte Zugführer Stefan Ternes dank der Unterstützung des Koblenzer Autohauses Forster und der ortsansässigen Unternehmen Josef Kluck, Schumacher GmbH und Baugesellschaft Alt zwei interessante Übungen organisiert, um die Abläufe und um die Handhabung der verschiedenen Gerätschaften zu schulen.

 

Am ersten Abend ging es zunächst in einer theoretischen Unterweisung um die grundsätzlichen Abläufe bei einem Einsatz zu einem Verkehrsunfall, ehe dann in Zweiertrupps mit Schere und Spreizer verschiedene Herangehensweisen trainiert wurden, um Personen aus einem verunfallten Fahrzeug zu befreien. Gerade für die jungen Kameraden eine willkommene Übung, da sie noch wenig Erfahrung mit den Gerätschaften haben.

 

Am Dienstag nach der Oberweseler Kirmes wurden dann die Kameraden zu einem Übungsszenario am alten Gaswerk "alarmiert".

 

Nachdem die Lage durch den Fahrzeugführer des Hilfeleistungslöschfahrzeugs (HLF) erkundet wurde, stellte sich folgende Lage dar:  Ein PKW war mit einem LKW kollidiert und in Folge dessen durch die Außenwand ins Innere des Gaswerks gedrückt worden. Im Fahrzeug war der Fahrer eingeklemmt und unter dem Wrack ein Passant verschüttet. Diese galt es für die Einsatzkräfte aus der Notlage zu  befreien.

 

Zunächst wurde das Fahrzeug gegen Abrutschen unterbaut und seitlich gesichert sowie ein Kamerad zur Betreuung der verletzten Personen abgestellt.

 

In Absprache mit dem vor Ort befindlichen Notarzt wurde danach die unter dem Fahrzeug verschüttete Person befreit und an den Rettungsdienst übergeben. Mittels Schere, Spreizer und Rettungszylinder wurde anschließend die Fahrertür entfernt und der Fußraum vergrößert, um den verunglückten Fahrer zu befreien, während über die Beifahrerseite ein "Innerer Retter" zur Betreuung der Person ins Fahrzeug stieg.

 

Aufgrund der beengten Platzverhältnisse entschied man sich, den beim Unfall wenig beschädigten LKW als Arbeitsplattform an das Heck des verunfallten PKW zu stellen, um nach Entfernen des Daches, die Person über die Rückseite aus dem Fahrzeug zu heben und schließlich auch dem Rettungsdienst übergeben zu können.

 

Gerade bei den hohen Temperaturen wurde den Kameraden viel abverlangt, doch konnten die Beobachter keine groben Fehler erkennen und man war am Ende sehr zufrieden mit dem Ablauf der Übung.