Freiwillige Feuerwehr Oberwesel

Retten - Löschen - Bergen - Schützen

Letzte Einsätze

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07.02.2018  um 06:31 Uhr  in Oberwesel  Unterstützung Rettungsdienst  mehr ...
03.02.2018  um 14:31 Uhr  in Oberdiebach  Kaminbrand  mehr ...

Brandsimulationsanlage heizt der Jugendfeuerwehr ein

Rund 200.000 Wohnungen und Häuser gehen jährlich in Flammen auf. Häufigste Ursache: defekte Elektrogeräte oder vergessene Zigaretten. 400 Tote soll es dadurch im Jahr geben. Trotzdem gibt es in den meisten Haushalten keine Feuerlöscher. Durch immer günstigere Preise und Aufklärungsarbeit durch die Feuerwehren, sind die Geräte erfreulicherweise immer mehr im Kommen. Jedoch gibt es beim Kauf keine fachgerechte Unterweisung – der sichere Umgang nicht vertraut.

Daher geht die Feuerwehr Oberwesel neue Wege und beschaffte mit großzügiger Unterstützung vieler Sponsoren eine Brandsimulationsanlage.
In erster Linie soll die Anlage die Ausbildung der Jugendfeuerwehr "lebendiger" gestalten. Bisher wurden die Feuer mit viel Phantasie dargestellt und bekämpft oder der Umgang mit den Löschgeräten  in theoretischer Form am Beamer veranschaulicht.
Mit der neuen Brandsimulationsanlage ist es möglich, den Jugendlichen eindrucksvoll verschiedene Brandgeschehen zu demonstrieren und die fachgerechte Bekämpfung beizubringen.
Mit der Unterstützung des Förderkreis Oberwesel, der juwi Holding AG, der Provinzial Rheinland, der Familie Hüttl und Mitteln des Vereins zur Förderung der Freiwilligen Feuerwehr Oberwesel war es Anfang des Jahres möglich, das so genannte Grundmodul zu beschaffen. In einer wassergefüllten und gasbefeuerten Edelstahlwanne kann damit ein Entstehungs- oder Flüssigkeitsbrand simuliert werden. Über den Löscherfolg entscheidet dann ein Ausbilder, der das Flammenbild individuell steuern und bei richtiger Löschmethode abschalten kann.
Um den Umgang mit weiteren "haushaltsüblichen" Brandsituationen trainieren zu können wurde das Grundgerät nun um einige Module erweitert. Mit Privatspenden des Landtagsabgeordneten Hans-Josef Bracht und Winzer Vogt sowie einer Sammlung unter den Gästen der "Großen VG Weinprobe" am Weinmarktmontag, war es möglich weitere sinnvolle Module zu beschaffen.
Am Modul "Spray Box" kann eindrucksvoll demonstriert werden, welche Folgen es haben kann, wenn z.B. Haarspraydosen überhitzen und tatsächlich explodieren.
Das Modul "Wastebasket Fire" vermittelt realistisch den Brand eines Papierkorbes und zielt auf die perfekte Löschtechnik.
Am Eindruckvollsten sind die Folgen falscher Löschtaktik mit dem Modul "Fat Fire" darzustellen. Das Löschen eines Fettbrandes mit Wasser in der Menge eines Schnapsglases hat eine meterhohe Stichflamme zur Folge.
Mit Hilfe dieser Brandsimulationsanlage ist es nun möglich, die Jugendlichen möglichst früh für die verschiedenen Gefahren zu sensibilisieren und diesen mit der richtigen Löschtaktik entgegenzuwirken. Nicht zuletzt wird diese Art der Ausbildung, auch bei den aktiven Kameraden, lange im Gedächtnis bleiben und garantiert somit eine gewisse Nachhaltigkeit der erlernten Tätigkeiten.
Die Anschaffung des Gerätes wäre ohne die zahlreichen, großzügigen Spenden nicht möglich gewesen. Deshalb danken wir an dieser Stelle nochmals allen Spendern, Partnern und Förderern für ihre Unterstützung!

Mitglieder der Jugendfeuerwehr mit ihrer Jugendwartin Nicole Lief sowie Wehrleiter Christian Albrecht, Wehrführer Franz-Hubert Persch und Vorstandsmitglied Günter Hewel bei der Übergabe des Geräts.

 

Demostration eines Druckbehälterzerknalls